"Der ANZAC Day (Akronym für Australian and New Zealand Army Corps) am 25. April ist ein Nationalfeiertag in Australien, Neuseeland und Tonga.
Der 25. April ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im Ersten Weltkrieg – der Landung auf Gallipoli (Gelibolu – Türkei) im Jahr 1915. Für das Nationalbewusstsein des erst wenige Jahre zuvor unabhängig gewordenen Australien war dieser Militäreinsatz von erheblicher Bedeutung und wurde als eine Art „Blutopfer“ verstanden. Der Feiertag wurde schon 1916 offiziell als ANZAC-Day bezeichnet." (Quelle: Wikipedia)
Der Wahnsinn. Auch dies in Deutschland undenkbar - Militärparaden, Aufmärsche zu Ehren der ehrenhaften Soldaten der Weltkriege, in welchen (man soll es nicht glauben) sowohl Australien, wie auch Neuseeland ihre Rollen gespielt haben (wenn auch keine entscheidenden). In solchen Momenten wird mir immer wieder bewusst, dass wir hier wirklich von "Weltkriegen" sprechen. Auch auf den Auckland vorgelagerten Inseln befinden sich Verteidigungs- und Bunkeranlagen als potentielle Antwort auf einen vermeintlich bevorstehenden Angriff der Japaner 1942 - 44.
Nun marschieren hier Soldaten durch die Auckland Domain, die Gedenkgottesdienste werden live im Fernsehen übertragen und die Menschen zeigen ihren Anteil, indem sie sich rote Mohnblumen bzw. deren stilisierte Reduktionen ans Revers heften (was wirklich auch alle tun). Selbst meine Mitbewohner, deren Fokus im täglichen Leben wirklich weit abseits von Gesellschaft und Integrität liegt, tragen die "Red Poppy" am Hemdkragen. Die rote Mohnblume gilt als Symbol für die türkischen Schlachtfelder und steht für den surrealen Widerspruch des blutigen Massakers inmitten der Mohnblumenfelder einer traumhaften Landschaft.
Und trotz all der Jahre die mittlerweile dazwischen liegen wird man die Tage, wenn auch meist in humorvollem Kontext, an seine deutsche Nationalität erinnert ...
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